Amaryllis
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
9 Zeilen · zuerst gedruckt 1928
Das Atelier ist heiß.Draußen, drunten die andere WeltKlopft ihre Teppiche, schreit und bellt.Der Maler, der das wußte, er weißEs jetzt nicht mehr. Die Zeit steht still.Der Pinsel zecht, läuft, zecht, läuft schnellUnd weiter, als er darf und will.Reglos im Stuhle das schöne ModellTräumt von sich selber, von Amaryll.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Allerdings, S. 41, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1928
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Amaryllis“, Fassung 3.026.716 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
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