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Versbuch

Heinrich Heine

Heinrich Kämpchen · 18471912

15 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1909

(Zur 50jährigen Totenfeier.)

Dem Dichter, dem im eig’nen VaterlandeBis heute noch kein Denkmal ist errichtet,Dem Dichter, der die Lorelei gedichtet,Der einsam schläft am fernen Seinestrande. –

Dem großen Sänger, dem, zu Deutschlands Schande,Die Fremde nur den Ruhmesstein geschichtet,Der sich die Welt zu ew’gem Dank verpflichtetMit seiner Lieder genialem Brande. –

Zur Totenfeier will ich diese ZeilenMit anderen, die gottbegnadet singen,Bescheiden ihm als Opfergabe bringen.Und einmal wird auch hier die Nacht enteilen,Die jetzt noch dräuend auf dem Toten lastet,Der, fern der Heimat, in der Fremde rastet. –

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Was die Ruhr mir sang, S. 131, k. A., Hansmann & Co., Bochum, 1909
Digitalisat
de.wikisource.org — „Heinrich Heine (II Kämpchen)“, Fassung 1.097.759 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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