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Versbuch

Zur Doctrin

Heinrich Heine · 17971856

13 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1847

5. Zur Doctrin.

Laß Dich nicht kirren, laß Dich nicht wirrenDurch goldne Aepfel in Deinem Lauf;Die Schwerter klirren, die Pfeile schwirren,Doch halten sie nicht den Helden auf.

Ein kühnes Beginnen ist halbes Gewinnen,Ein Alexander erbeutet die Welt!Kein langes Besinnen! Die KöniginnenErwarten schon knieend den Sieger im Zelt.

Wir sind die Erben. Wir schlagen in ScherbenDie Becher, woraus wir getrunken schon!Und müssen wir sterben, zuletzt wir erwerbenDen schönen Triumphtod in Babylon.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Album. Originalpoesieen. S. 142, 1. Auflage, Reiche, Borna [eig. Bremen/Brüssel 1846], 1847
Digitalisat
de.wikisource.org — „Zur Doctrin“, Fassung 2.314.116 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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