Childe Harold
Heinrich Heine · 1797–1856
14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1844
III.Childe Harold.
Eine starke, schwarze BarkeSegelt trauervoll dahin.Die vermummten und verstummtenLeichenhüter sitzen drin.
Todter Dichter, stille liegt er,Mit entblößtem Angesicht;Seine blauen Augen schauenImmer noch zum Himmelslicht.
Aus der Tiefe klingt’s, als riefeEine kranke Nixenbraut,Und die Wellen, sie zerschellenAn dem Kahn, wie Klagelaut.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Neue Gedichte. Seite 169, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, 1844
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Childe Harold (Heine)“, Fassung 5.013.991 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.
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