Fortuna
Heinrich Heine · 1797–1856
14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1844
XVIII.Fortuna.
Frau Fortuna, ganz umsunstThust du spröde! deine GunstWeiß ich mir, durch Kampf und Ringen,Zu erbeuten, zu erzwingen.
Ueberwältigt wirst du doch,Und ich spanne dich in’s Joch,Und du streckst am End die Waffen –Aber meine Wunden klaffen.
Es verströmt mein rothes Blut,Und der schöne LebensmuthWill erlöschen; ich erliegeUnd ich sterbe nach dem Siege.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Neue Gedichte. Seite 201, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, 1844
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Fortuna (Heine)“, Fassung 5.018.213 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.
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