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Versbuch

Der Wechselbalg

Heinrich Heine · 17971856

12 Zeilen · zuerst gedruckt 1844

Ein Kind mit großem Kürbiskopf,Hellblondem Schnurbart, greisem Zopf,Mit spinnig langen, doch starken Aermchen,Mit Riesenmagen, doch kurzen Gedärmchen, –Ein Wechselbalg, den ein Corporal,Anstatt des Säuglings, den er stahl,Heimlich gelegt in unsre Wiege, –Die Mißgeburt, die mit der Lüge,Mit seinem geliebten Windspiel vielleicht,Der alte Sodomiter gezeugt, –Nicht brauch’ ich das Ungethüm zu nennen –Ihr sollt es ersäufen oder verbrennen!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte, Zeitgedichte. S. 258, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1844
Digitalisat
de.wikisource.org — „Der Wechselbalg (Heine)“, Fassung 3.466.703 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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