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Versbuch

Die alten, bösen Lieder

Heinrich Heine · 17971856

23 Zeilen in 6 Strophen · zuerst gedruckt 1827

Die Träume schlimm und arg,Die laßt uns jetzt begraben,Holt einen großen Sarg.

Hinein leg’ ich gar manches,Doch sag’ ich noch nicht was;Der Sarg muß seyn noch größerWie’s Heidelberger Faß.

Und holt eine Todtenbahre,Von Brettern fest und dick;Auch muß sie seyn noch längerAls wie zu Mainz die Brück’.

Und holt mir auch zwölf Riesen,Die müssen noch stärker seynAls wie der starke ChristophIm Dom zu Cöln am Rhein.

Die sollen den Sarg forttragen,Und senken in’s Meer hinab;Denn solchem großen SargeGebührt ein großes Grab.

Wißt Ihr warum der Sarg wohlSo groß und schwer mag seyn?Ich legt’ auch meine LiebeUnd meinen Schmerz hinein.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Buch der Lieder, Lyrisches Intermezzo, S. 170–171, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die alten, bösen Lieder“, Fassung 3.815.856 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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