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Versbuch

Es kommt zu spät, was du mir lächelst

Heinrich Heine · 17971856

12 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1844

Was du mir seufzest, kommt zu spät!Längst sind gestorben die Gefühle,Die du so grausam einst verschmäht.

Zu spät kommt deine Gegenliebe!Es fallen auf mein Herz herabAll deine heißen Liebesblicke,Wie Sonnenstrahlen auf ein Grab.

* * *

Nur wissen möcht ich: wenn wir sterben,Wohin dann unsre Seele geht?Wo ist das Feuer, das erloschen?Wo ist der Wind, der schon verweht?

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte. Seite 99, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, 1844
Digitalisat
de.wikisource.org — „Es kommt zu spät, was du mir lächelst“, Fassung 1.103.091 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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