Der Ungläubige
Heinrich Heine · 1797–1856
16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1851
Du wirst in meinen Armen ruhn!Von Wonnen sonder SchrankenErbebt und schwillt mein ganzes HerzBei diesem Zaubergedanken.
Du wirst in meinen Armen ruhn!Ich spiele mit den schönenGoldlocken! Dein holdes Köpfchen wirdAn meine Schultern lehnen.
Du wirst in meinen Armen ruhn!Der Traum will Wahrheit werden,Ich soll des Himmels höchste LustHier schon genießen auf Erden.
O, heil’ger Thomas! Ich glaub’ es kaum!Ich zweifle bis zur Stunde,Wo ich den Finger legen kannIn meines Glückes Wunde.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Romanzero. Zweites Buch. Lamentationen. Seite 156, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1851
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Der Ungläubige“, Fassung 3.451.756 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.