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Versbuch

Der Ganges rauscht, der große Ganges schwillt

Heinrich Heine · 17971856

15 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1844

III.

Der Ganges rauscht, der große Ganges schwillt,Der Himalaya strahlt im Abendscheine,Und aus der Nacht der Banianenhaine,Die Elephantenheerde stürzt und brüllt –

Ein Bild! Ein Bild! Mein Pferd für’n gutes Bild!Womit ich dich vergleiche, Schöne, Feine,Dich Unvergleichliche, dich Gute, Reine,Die mir das Herz mit heitrer Lust erfüllt!

Vergebens siehst du mich nach Bildern schweifen,Und siehst mich mit Gefühl und Reimen ringen, –Und, ach! du lächelst gar ob meiner Qual!

Doch lächle nur! Denn wenn du lächelst, greifenGandarven nach der Zither, und sie singenDort oben in dem goldnen Sonnensaal.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte. Seiten 139, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, 1844
Digitalisat
de.wikisource.org — „Der Ganges rauscht, der große Ganges schwillt“, Fassung 3.087.964 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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