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Versbuch

Das gelbe Laub erzittert

Heinrich Heine · 17971856

15 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1834

Es fallen die Blätter herab.Ach! alles was hold und lieblichVerwelkt und sinkt ins Grab!

Die Wipfel der Bäume umflimmertEin schmerzlicher Sonnenschein;Das mögen die letzten KüsseDes scheidenden Sommers seyn.

Mir ist als müßt’ ich weinenAus tiefstem Herzensgrund –Dies Bild erinnert mich wiederAn unsre Abschiedstund.

Ich mußte dich verlassenUnd wußte du stürbest bald.Ich war der scheidende Sommer,Du warst der kranke Wald.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Sammelhandschrift, S. 545, off, 1834
Digitalisat
de.wikisource.org — „Das gelbe Laub erzittert“, Fassung 3.779.271 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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