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Versbuch

Das goldne Kalb

Heinrich Heine · 17971856

18 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1851

Doppelflöten, Hörner, GeigenSpielen auf zum Götzenreigen,Und es tanzen Jakob’s TöchterUm das goldne Kalb herum –Brum – brum – brum –Paukenschläge und Gelächter!

Hochgeschürzt bis zu den LendenUnd sich fassend an den Händen,Jungfrau’n edelster GeschlechterKreisen wie ein WirbelwindUm das Rind –Paukenschläge und Gelächter!

Aron selbst wird fortgezogenVon des Tanzes Wahnsinnwogen,Und er selbst, der Glaubenswächter,Tanzt im Hohenpriesterrock,Wie ein Bock –Paukenschläge und Gelächter!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Romanzero, Hamburg, Hoffmann und Campe, 1851. Seite 54., Hoffmann und Campe, Hamburg, 1851
Digitalisat
de.wikisource.org — „Das goldne Kalb“, Fassung 4.604.269 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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