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Versbuch

Laubenfest

Georg Heym · 18871912

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1911

Schon hängen die Lampions wie bunte TraubenAn langen Schnüren über kleinen Beeten,Den grünen Zäunen, und von den StaketenDer hohen Bohnen leuchtend in die Lauben.

Gesumm von Stimmen auf den schmalen Wegen.Musik von Trommeln und von Blechtrompeten.Es steigen auf die ersten der Raketen,Und platzen oben in den Silberregen.

Um einen Maibaum dreht sich Paar um PaarZu eines Geigers hölzernem Gestreich,Um den mit Ehrfurcht steht die Kinderschaar.

Im blauen Abend steht Gewölke weit,Delphinen mit den rosa Flossen gleich,Die schlafen in der Meere Einsamkeit.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Der ewige Tag. S. 7, 1. Auflage, Rowohlt, Leipzig, 1911
Digitalisat
de.wikisource.org — „Laubenfest“, Fassung 2.379.292 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Georg Heym starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118550683 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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