Achtzehnter März.
Georg Herwegh · 1817–1875
25 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1886
1873.
Achtzehnhundert vierzig und acht,Als im Lenze das Eis gekracht,Tage des Februar, Tage des Märzen,Waren es nicht Proletarierherzen,Die voll Hoffnung zuerst erwachtAchtzehnhundert vierzig und acht?
Achtzehnhundert vierzig und acht,Als du dich lange genug bedacht,Mutter Germania, glücklich verpreußte,Waren es nicht Proletarierfäuste,Die sich ans Werk der Befreiung gemachtAchtzehnhundert vierzig und acht?
Achtzehnhundert vierzig und acht,Als du geruht von der nächtlichen Schlacht,Waren es nicht Proletarierleichen,Die du, Berlin, vor den zitternden, bleichenBarhaupt grüßenden Cäsar gebrachtAchtzehnhundert vierzig und acht?
Achtzehnhundert siebzig und drei,Reich der Reichen, da stehst du, juchhei!Aber wir Armen, verkauft und verrathen,Denken der Proletarierthaten –Noch sind nicht alle Märze vorbei,Achtzehnhundert siebzig und drei.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Vorwärts, 1. Auflage, Verlag der Volksbuchhandlung in Hottingen, Zürich, 1886
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Achtzehnter März“, Fassung 3.779.311 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Georg Herwegh starb 1875; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1945 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118550128 der Deutschen Nationalbibliothek.
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