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Versbuch

Zur Wüste grimmig ausgebrannt

Georg Friedrich Daumer · 18001875

15 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1846

LXVIII.

Zur Wüste grimmig ausgebranntVon heißer Buße Sonnenstich,War meines Seins verlorne Flur;Da stäubet’ ich, da wirbelt’ ich,Ein aufgewühlter Wüstensand,Hoch in die Luft getragenVom Winde, zum Azur.Gott sei gelobt! Er hat mirDie mörderische Gluth gedämpft,Mir einen Regen herabgesandt,Mich mild zurückgeschlagenZu meinem alten Ruhestand,Hat mich gemacht zu fröhlichem,Frisch aufgeblühtem Land.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Hafis. Eine Sammlung persischer Gedichte: nebst poetischen Zugaben aus verschiedenen Völkern und Ländern. S. 41, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1846
Digitalisat
de.wikisource.org — „Zur Wüste grimmig ausgebrannt“, Fassung 514.925 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Georg Friedrich Daumer starb 1875; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1945 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118678957 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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