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Versbuch

Zu der Rose, zu dem Weine komm!

Georg Friedrich Daumer · 18001875

13 Zeilen in 7 Strophen · zuerst gedruckt 1846

XCIV.

Zu der Rose, zu dem Weine komm!Her zu diesem stillen Haine komm!

Mild zu stillen meiner Sehnsucht Ach,Denn es rührt ja selbst die Steine, komm!

Hold zu hemmen meiner Zähre Bach,Die ich schon so lange weine, komm!

Mir zu spenden hier im LaubgemachEdens Heil in aller Reine, komm!

Bald, o bald, daß nicht in Asche jachFalle mein verkohlt Gebeine, komm!

Aber erst, wenn Tag und Sonne schwach,Aber heimlich und alleine komm!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Hafis. Eine Sammlung persischer Gedichte: nebst poetischen Zugaben aus verschiedenen Völkern und Ländern. S. 56-57, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1846
Digitalisat
de.wikisource.org — „Zu der Rose, zu dem Weine komm!“, Fassung 522.435 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Georg Friedrich Daumer starb 1875; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1945 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118678957 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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