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Versbuch

Sollte mich in plötzlichem Ruin

Georg Friedrich Daumer · 18001875

13 Zeilen in 7 Strophen · zuerst gedruckt 1846

CXXXVI.

Sollte mich in plötzlichem RuinFeuerblick und heitre Laune flieh’n,

Sollte sich durch Ader und GebeinBange Qual und dumpfe Schwere zieh’n –

Nicht, o nicht mit herben Arzenei’n,Denn ich hasse diese Medicin,

Komm zu mir mit einem Becher Wein,Komm mit Laute, Flöte, Tamburin!

Wirket das zu wenig auf mich ein,Komm mit einem süßen Mundrubin!

Wird umsonst auch diese Mühe sein –Dann Ade! dann sprich: Begrabet ihn!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Hafis. Eine Sammlung persischer Gedichte: nebst poetischen Zugaben aus verschiedenen Völkern und Ländern. S. 81, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1846
Digitalisat
de.wikisource.org — „Sollte mich in plötzlichem Ruin“, Fassung 514.847 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Georg Friedrich Daumer starb 1875; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1945 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118678957 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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