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Versbuch

Gott und Welt

Frank Wedekind · 18641918

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1905

Ich bin ein Mensch von Fleisch und Blut,Ich fange keine Grillen;Ich kann des Fleisches Durst so gutWie den der Seele stillen.

Ich schwinge brünstig mich emporZu Gott in schwacher Stunde;Und werd’ ich stark, heb’ ich den FlorVon heiliger Todeswunde.

Weit öffnet sich der Arme PaarGleich hellen Tempelpforten;Ich kniee schluchzend am Altar,Ich bete nicht in Worten.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die vier Jahreszeiten, 1. Auflage, Albert Langen, Verlag für Litteratur und Kunst, München, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Gott und Welt“, Fassung 3.780.097 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Frank Wedekind starb 1918; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1988 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118629867 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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