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Versbuch

Nachmittag, Felder und Fabrik

Alfred Lichtenstein · 18891914

8 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 3. Januar 1914

Ich kann die Augen nicht mehr unterbringen.Ich kann die Knochen nicht zusammenhalten.Das Herz ist stier. Kopf muß zerspringen.Rings weiche Masse. Nichts will sich gestalten.

Die Zunge bricht mir. Und das Maul verbiegt sich.In meinem Schädel ist nicht Lust noch Ziele.Die Sonne, eine Butterblume, wiegt sichauf einem Schornstein, ihrem schlanken Stiele.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die Aktion : Wochenschrift für Politik, Literatur, Kunst. Jg. 4, Nr. 1, Sp. 17, 1. Auflage, Verlag Die Aktion, Berlin-Wilmersdorf, 3. Januar 1914
Digitalisat
de.wikisource.org — „Nachmittag, Felder und Fabrik“, Fassung 3.780.963 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Lichtenstein starb 1914; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1984 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118832891 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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