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Versbuch

O Glück! O Schmerz!

Alfred Henschke · 18901928

13 Zeilen · zuerst gedruckt 1913

O Glück, so in den Tag hineinzusprühn,Ich lasse mich bald hier- bald dorthin glühnVon einem Mädchenblick, von einer Hand,Die, weiß nicht wie, die meine fandUnd mich nun einen Augenblick umspannt,Vielleicht auch zwei, vielleicht auch eine NachtO Schmerz, wenn schmerzlich dann die Früh erwacht!Das Zimmer ist so blaß, die Luft so kalt,Das Herz so müde – und das Weib so alt.Und jene Hand, die Licht in Nacht geblößt,Hängt steif am Bettrand, irgendleidbeschwert,Ist nur gefaßt noch, nicht begehrt,Hat mutlos sich und stumm und wie ein weißer Traum von uns gelöst.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Morgenrot! Klabund! Die Tage dämmern!, S. 53, Erich Reiß Verlag, Berlin, 1913
Digitalisat
de.wikisource.org — „O Glück! O Schmerz!“, Fassung 1.103.882 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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