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Versbuch

Die Infantriekaserne

Alfred Henschke · 18901928

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1913

Hinter diesem kleinen FeldchenSteht ein grau verhutzelt Wäldchen,Über seinen Gipfeln ferneBlinkt die Infantriekaserne.

Viele schöne rote DächerStreckt sie in die Luft wie Fächer. –Ach, der schönen WanderinWard ein wenig schwül zu Sinn.

Ja sie trippelte und hetzte,Weil sie was in Glut versetzte,Und ihr Auge, heiß und gier,Späht nach einem Musketier.

Dieser hockt im Fenster träge,Eine Pfeife im Gehege.Ach, wie wär er doch so gerneAus der Infantriekaserne!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Morgenrot! Klabund! Die Tage dämmern!, S. 63, Erich Reiß Verlag, Berlin, 1913
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Infantriekaserne“, Fassung 3.513.658 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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