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Versbuch

Der verliebte Knecht

Alfred Henschke · 18901928

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1913

Die Bäume rings so regeSehn mich verwundert an.Sie wissen meine Wege,Die heimlich ich getan.

Ich kroch des Nachts behutsamDem Nachbar übern Zaun.Ich möcht nit seine Wut ham,Er mag mir gar nit traun.

Doch bin ich nit zu fassenUnd grüße ihn devot.Muß mir sein Weib doch lassen,Es küßt mich gar zu gut.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Morgenrot! Klabund! Die Tage dämmern!, S. 37, Erich Reiß Verlag, Berlin, 1913
Digitalisat
de.wikisource.org — „Der verliebte Knecht“, Fassung 3.466.461 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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