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Versbuch

Deutsches Volkslied

Alfred Henschke · 18901928

28 Zeilen in 7 Strophen · zuerst gedruckt 1927

Es braust ein Ruf wie Donnerhall,daß ich so traurig bin.Und Friede, Friede überall,das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Kaiser Rotbart im Kyffhäuser saßan der Wand entlang, an der Wand.Wer nie sein Brot mit Tränen aß,bist du, mein Bayernland!

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?Ich rate dir gut, mein Sohn!Urahne, Großmutter, Mutter und Kindvom Roßbachbataillon.

O selig, o selig, ein Kind noch zu sein,von der Wiege bis zur Bahr’!Mariechen saß auf einem Stein,sie kämmte ihr goldenes Haar.

Sie kämmt’s mit goldnem Kamme,wie Zieten aus dem Busch.Sonne, du klagende Flamme:Husch! Husch!

Der liebe Gott geht durch den Wald,von der Etsch bis an den Belt,daß lustig es zum Himmel schallt:Fahr’ wohl, du schöne Welt!

Der schnellste Reiter ist der Tod,mit Juppheidi und Juppheida.Stolz weht die Flagge schwarzweißrot.Hurra, Germania!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Die Harfenjule S. 3–4, 1. Auflage, Die Schmiede, Berlin, 1927
Digitalisat
de.wikisource.org — „Deutsches Volkslied“, Fassung 3.779.199 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Alfred Henschke starb 1928; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1998 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 1182379923 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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