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Versbuch

Die Welt

Wilhelm Busch · 18321908

22 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt [1960]

Es geht ja leider nur sosoHier auf der Welt, sprach Salomo.Dies war verzeihlich. Das GeschnatterVon tausend Frauen, denn die hatt er,Macht auch den Besten ungerecht.Uns aber geht es nicht so schlecht.Wer, wie es Brauch in unsern Tagen,Nur eine hat, der soll nicht sagenUnd klagen, was doch mancher tut:Ich bin für diese Welt zu gut.

Selbst, wem es fehlt an dieser einen,Der braucht darob nicht gleich zu weinenUnd sich kopfunter zu ertränken.Er hat, das mag er wohl bedenken,Am Weltgebäude mitgezimmertUnd allerlei daran verschlimmert.Und wenn er so in sich gegangen,Gewissenhaft und unbefangen,Dann kusch er sich und denke froh:Gottlob, ich bin kein Salomo;Die Welt, obgleich sie wunderlich,Ist mehr als gut genug für mich.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Zu guter Letzt. In: Historisch-kritische Gesamtausgabe in vier Bänden. Band 4, S. 292-293, Vollmer, Wiesbaden u. Berlin, [1960]
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Welt“, Fassung 3.779.635 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Wilhelm Busch starb 1908; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1978 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118517880 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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