Ach, wie geht’s dem Heilgen Vater
Wilhelm Busch · 1832–1908
23 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt [1960]
Groß und schwer sind seine Lasten,Drum, o Joseph, trag den GuldenIn Sankt Peters Sammelkasten!
So sprach im SeelentrauertonDie Mutter zu dem frommen Sohn.Der Joseph, nach empfangner Summe,Eilt auch sogleich ums Eck herumme,Bis er das Tor des Hauses fand,Wo eines Bockes Bildnis stand,Was man dahin gemalt mit FleißZum Zeichen, daß hier Bockverschleiß.Allhier in einen kühlen HofSetzt sich der Joseph hin und sof;Und aß dazu, je nach Bedarf,Die gute Wurst, den Radi scharf,Bis er, was nicht gar lange währt,Sankt Peters Gulden aufgezehrt.Nun wird’s ihm trauriglich zu SinnUnd stille singt er vor sich hin:
Ach der Tugend schöne Werke,Gerne möcht ich sie erwischen,Doch ich merke, doch ich merke,Immer kommt mir was dazwischen.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Kritik des Herzens. In: Historisch-kritische Gesamtausgabe in vier Bänden. Band 2, S. 505, Vollmer, Wiesbaden u. Berlin, [1960]
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Ach, wie geht’s dem Heilgen Vater“, Fassung 2.197.750 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Wilhelm Busch starb 1908; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1978 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118517880 der Deutschen Nationalbibliothek.
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