Zum Inhalt springen
Versbuch

Die Seelen

Wilhelm Busch · 18321908

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt [1960]

Der Fährmann lag in seinem SchiffBeim Schein des Mondenlichts,Als etwas kam und rief und pfiff,Doch sehen tat er nichts.

Ihm war, als stiegen hundert ein.Das Schifflein wurde schwer.Flink, Fährmann, fahr uns übern Rhein,Die Zahlung folgt nachher.

Und als er seine Pflicht getan,Da ging es klinglingling,Da warf ein Goldstück in den KahnJedwedes Geisterding.

Husch, weg und weiter zog die Schar.Verwundert steht der Mann:So Seelen sind zwar unsichtbarUnd doch ist etwas dran.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Zu guter Letzt. In: Historisch-kritische Gesamtausgabe in vier Bänden. Band 4, S. 266-267, Vollmer, Wiesbaden u. Berlin, [1960]
Digitalisat
de.wikisource.org — „Die Seelen“, Fassung 3.779.637 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Wilhelm Busch starb 1908; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1978 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118517880 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Wilhelm Busch

Alle Gedichte von Wilhelm Busch ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Realismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.