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Versbuch

Würd’ es mir fehlen, würd’ ich’s vermissen?

Theodor Fontane · 18191898

14 Zeilen · zuerst gedruckt 1905

Heute früh, nach gut durchschlafener Nacht,Bin ich wieder aufgewacht.Ich setzte mich an den Frühstückstisch,Der Kaffee war warm, die Semmel war frisch,Ich habe die Morgenzeitung gelesen,(Es sind wieder Avancements gewesen).Ich trat ans Fenster, ich sah hinunter,Es trabte wieder, es klingelte munter,Eine Schürze (beim Schlächter) hing über dem Stuhle,Kleine Mädchen gingen nach der Schule, –Alles war freundlich, alles war nett,Aber wenn ich weiter geschlafen hätt’Und thät’ von alledem nichts wissen,Würd’ es mir fehlen, würd’ ich’s vermissen?

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Seite 32, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1905
Digitalisat
de.wikisource.org — „Würd’ es mir fehlen, würd’ ich’s vermissen (Fontane, 1905)“, Fassung 2.187.622 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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