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Versbuch

Der Gast

Theodor Fontane · 18191898

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1875

Das Kind ist krank zum Sterben,Die Lampe giebt trägen Schein,Die Mutter spricht: mir ist esAls wären wir nicht allein.

Der Vater sucht zu lächeln,Doch im Herzen pocht’s ihm bang,Stiller wird’s und stiller, –Die Nacht ist gar zu lang.

Nun scheint der Tag ins Fenster,Die Vögel singen so klar;Die Beiden wußten lange,Wer der Gast gewesen war.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Seite 21, 10. Auflage, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin, 1875
Digitalisat
de.wikisource.org — „Der Gast“, Fassung 3.475.961 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Theodor Fontane starb 1898; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1968 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118534262 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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