Zum Inhalt springen
Versbuch

Peter Altenberg

Rainer Maria Rilke · 18751926

10 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1898

An manchem Tag ist meine Seele still:Ein Gotteshaus, draus alle Beter gingen.Ein Engel nur wehrt mit den goldnen SchwingenDem Weihrauch, der mit seinen leisen RingenDen Jubel seiner Arme fesseln will.

Verträumte Heiligenbilder dunkeln drinIn rathlos-sehnendem Erhörenwollen.Sie warten auf den Sonntag mit den vollenGestühlen und dem grossen Orgelrollen –Und blasse Ampeln schwanken her und hin ...

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Advent, S. 17, 1. Auflage, P. Friesenhahn, Leipzig, 1898
Digitalisat
de.wikisource.org — „Peter Altenberg (Rilke)“, Fassung 829.703 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Rainer Maria Rilke

Alle Gedichte von Rainer Maria Rilke ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Moderne und Expressionismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.