Zum Inhalt springen
Versbuch

Mittelböhmische Landschaft

Rainer Maria Rilke · 18751926

14 Zeilen · zuerst gedruckt 1955

Fern dämmert wogender Wälderbeschatteter Saum.Dann unterbrichtnur hie und da ein Baumdie falbe Fläche hoher Ährenfelder.Im hellsten Lichtkeimt die Kartoffel; dannein wenig weiter Gerste, bis der Tanndas Bild begrenzt.Hoch überm Jungwald glänztso goldig-rot ein Kirchturmkreuz herüber,aus Fichten ragt der Hegerhütte Bau; –und drüberwölbt sich ein Himmel, blank und blau.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Larenopfer. In: Sämtliche Werke, Band I, S. 68., Insel-Verlag, Frankfurt am Main, 1955
Digitalisat
de.wikisource.org — „Mittelböhmische Landschaft“, Fassung 3.780.130 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Rainer Maria Rilke starb 1926; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1996 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601024 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Rainer Maria Rilke

Alle Gedichte von Rainer Maria Rilke ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Moderne und Expressionismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.