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Versbuch

Enzianen

Paul Haller · 18821920

13 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1922

Dunkle EnzianenaugenBlicken fragend in die meinen,Und die meinen staunen wiederIn die blauen Kelche nieder.

„Tief und strahlend, duftberauschend,Kurz, doch reich ist unser Leben.“Und ich muß vor eurem FragenMeine Lider niederschlagen.

Eins nur hab ich, euch zu gleichen:Meine Seele jauchzt zuweilenOder weint in Liedertönen,Wie aus kahlem Grund die schönen,Stillen, goldnen Blumen blühn.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 24, H. R. Sauerländer & Co., Aarau, 1922
Digitalisat
de.wikisource.org — „Enzianen“, Fassung 876.442 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Paul Haller starb 1920; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1990 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 119041952 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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