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Versbuch

Der Turmsteiger

Paul Boldt · 18851921

14 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1914

Er fühlte plötzlich, daß es nach ihm griff,— Die Erde war es und der Himmel oben,An dem die Dohlen hingen und die Winde hoben —Und fühlte, wie es ihn nun auch umpfiff.

Ihn schauderte. Er sah das Meer, er sah ein Schiff,Das gelbe Wellen schaukelten und schobenUnd sah die Wellen, Wellen — Wellen wobenAn seinem unvollendeten Begriff.

Ein Wasserspeier sprang ihn an und bellte.Er zitterte und faßte die Fiale,Die knarrend brach; — versteinert aber schnellte

Ein Teufel Witze auf die Kathedrale; —Er hörte hin — ein höllisches Finale:Er stürzte, fiel! Sein Schrei trieb hoch und gellte.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Junge Pferde! Junge Pferde! S. 12, 1. Auflage, Kurt Wolff Verlag, Leipzig, 1914
Digitalisat
de.wikisource.org — „Der Turmsteiger“, Fassung 3.451.736 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Paul Boldt starb 1921; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1991 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118661175 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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