Zum Inhalt springen
Versbuch

Sie schläft

Kurt Tucholsky · 18901935

13 Zeilen in 2 Strophen · zuerst gedruckt 1929

Morgens, vom letzten Schlaf ein Stück,nimm mich ein bißchen mit –auf deinem Traumboot zu gleiten ist Glück –die Zeituhr geht ihren harten Schritt …pick-pack …

„Sie schläft mit ihm“ ist ein gutes Wort.Im Schlaf fließt das Dunkle zusammen.Zwei sind keins. Es knistern die kleinen Flammen,aber dein Atem fächelt sie fort.Ich bin aus der Welt. Ich will nie wieder in sie zurück –jetzt, wo du nicht bist, bist du ganz mein.Morgens, im letzten Schlummer ein Stück,kann ich dein Gefährte sein.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Das Lächeln der Mona Lisa, S. 337, Rowohlt, Berlin, 1929
Digitalisat
de.wikisource.org — „Sie schläft“, Fassung 1.331.347 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Kurt Tucholsky starb 1935; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2005 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 11862444X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Kurt Tucholsky

Alle Gedichte von Kurt Tucholsky ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Moderne und Expressionismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.