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Versbuch

Generalstreik

Kurt Tucholsky · 18901935

17 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 7. März 1919

Von Theobald Tiger

Stinnes im Krieg: „Wer streikt oder muckt,fliegt in den Schützengraben –!“Und die Massen schweigen gequält und geduckt,um das Leben, das Leben zu haben.

Die Räte heute: „Der Bürger magkrepieren, und wir sind oben!“Verloren ist jeder Arbeitstag.Die Terroristen toben.

Es jubeln zu früh die Burschen von rechts.Wir haben damit nichts zu schaffen:Wir wollen die Freiheit des deutschen Geschlechts,aber nicht der Freiheit Affen.

Wir kämpfen noch für den ärmsten Mann.Wir wollen Neudeutschland erbauen.Ihr alle aber seid drauf und dran,die Revolution zu versauen!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Ulk Jahrgang 48. Nummer 10. Seite 34, Rudolf Mosse, Berlin, 7. März 1919
Digitalisat
de.wikisource.org — „Generalstreik“, Fassung 1.005.287 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Kurt Tucholsky starb 1935; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2005 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 11862444X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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