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Versbuch

Wie mag er aussehn?

Joachim Ringelnatz · 18831934

17 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1934

Wer hat zum SteuerbogenformularDen Text erfunden?Ob der in jenen Stunden,Da er dies Wunderwirr gebar,Wohl ganz – – – oder total – – war?

Du liest den Text. Du sinnst. Du spinnst.Du grinst – „Welch Rinds'“ – Und du beginnstWieder und wieder. – EisigkaltKommt die Vision dir „Heilanstalt“.Für ihn? Für dich? – Dein Witz erblaßt.Der Mann, der jenen Text verfaßt,Was mag er dünkeln oder wähnen?Ahnt er denn nichts von Zeitverlust und Tränen?

Wir kommen nicht auf seine Spur.Und er muß wohl so sein und bleiben.Auf seinen Grabstein sollte man nurDen Text vom Steuerbogen schreiben.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, Gedichte von Einstmals und Heute S. 37, Ernst Rowohlt, Berlin, 1934
Digitalisat
de.wikisource.org — „Wie mag er aussehn?“, Fassung 3.779.499 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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