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Versbuch

Von einem, dem alles danebenging

Joachim Ringelnatz · 18831934

14 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1923

Ich war aus dem Kriege entlassen,Da ging ich einst weinend bei Nacht,Weinend durch die Gassen.Denn ich hatte in die Hosen gemacht.

Und ich habe nur die eineUnd niemanden, wo sie reineMacht oder mich verlacht.

Und ich war mit meiner Wirtin der Quer.Und ich irrte die ganze Nacht umher,Innerlich alles voll Sorgen.Und sie hätten vielleicht mich am MorgenAls Leiche herausgefischt.Aber weil doch der MorgenAlles Leid trocknet und alle Tränen verwischt – –

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Turngedichte, Kurt Wolff Verlag, München, 1923
Digitalisat
de.wikisource.org — „Von einem, dem alles danebenging“, Fassung 3.779.972 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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