Zum Inhalt springen
Versbuch

Unter den Linden

Joachim Ringelnatz · 18831934

16 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1933

Unter den Linden, vom Pariser PlatzAn, unter und neben den kleinen Linden,Kann jedes Mädchen einen SchatzGanz leicht finden.

Da wird einem so gut wie zu Hause zu Mut. –Den ganzen Tag tönt dortAutogetut.Aber alles versöhnt dort.

Da schwingt im Takt einer EinigkeitDer Asphalt unter den Füßen.Und Neuzeit, gute und alte ZeitGehn hell vorüber und grüßen.

Unter den LindenSchwindet der Haß,Sieht man immer etwasUm die Ecke verschwinden.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
103 Gedichte, S. 69–70, 1. Auflage, Ernst Rowohlt, Berlin, 1933
Digitalisat
de.wikisource.org — „Unter den Linden“, Fassung 3.778.539 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

Mehr von Joachim Ringelnatz

Alle Gedichte von Joachim Ringelnatz ansehen

Gedichte aus dieser Epoche: Moderne und Expressionismus

Die Epoche ist die übliche literaturgeschichtliche Einordnung des AUTORS, nicht des einzelnen Gedichts. Ein spätes und ein frühes Werk desselben Verfassers stehen deshalb hier zusammen. Bei einigen Autoren ist die Einordnung geteilt; das steht dann auf der Epochenseite.