Schlummerlied
Joachim Ringelnatz · 1883–1934
18 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1933
Will du auf Töpfchen?Fühlst du ein Dürstchen?Oder ein Würstchen?
Senke dein Köpfchen.
Draußen die schwarze, kalteNacht ist böse und fremd.Deine Hände falte.Der liebe Gott küßt dein Hemd.
Gute Ruh!Ich bin da,Deine Mutter, Mama;Müde wie du.
Nichts mehr sagen –Nicht fragen –Nichts wissen –Augen zu.Horch in dein Kissen:Es atmet wie du.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- 103 Gedichte, S. 52, 1. Auflage, Ernst Rowohlt, Berlin, 1933
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Schlummerlied“, Fassung 3.778.454 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.