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Versbuch

Melancholie

Joachim Ringelnatz · 18831934

12 Zeilen in 3 Strophen · zuerst gedruckt 1910

Von weit her HundebellenKlingt durch die nächtliche Ruh.Es spülen die schwarzen WellenMein Boot dem Ufer zu.

Die blauen Berge der FerneWinken am Himmelssaum.Auf in den Lichtbann der SterneTrägt mich ein Traum.

Stumm ziehen wilde SchwäneÜber das Wasser hin.Mir kommt eine müde Träne.Ich weiß nicht, warum ich so bin.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Gedichte, S. 26, 1. Auflage, Hans Sachs-Verlag Schmidt-Bertsch & Haist, München, Leipzig, 1910
Digitalisat
de.wikisource.org — „Melancholie (Ringelnatz)“, Fassung 2.543.430 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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