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Versbuch

Fliegerleute

Joachim Ringelnatz · 18831934

23 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1929

(1928)

Vielleicht wird sich das später ändern.Auch ist es vielleicht in verschiedenen LändernAnders. Doch wie das in Deutschland heuteLiegt, muß ich sagen: Die Fliegerleute,Piloten, Bordmonteure, Flugleiter,Bezirksleiter, Funker und so weiter,Auch die im Büro und der luftige BoySind goldige Kerls. – Ihnen Gutes! Ahoi!

Nur ehrliche Leistung bringt nach der FerneDurch Wetter und Wogen ein Schiff.Doch bei der Luftfahrt kommt die moderneWeltmännische Bildung hinzu und der Schliff.

Humorvoll und kühn, sich beherrschend, bescheiden –.Heraus ohne Schmeichelei:Ich mag diese Kerls leiden.

Ihre Welt ist noch frei.So, wie sie sind, und dort, wo sie sind,Wehn alle Flaggen und ein guter Wind.Wie wohl das heute tut.Prost Fliegerleute, ich denke an euch!Ändert euch nicht. Ich schwenke vor euchMeinen Hut.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Flugzeuggedanken, 1. Auflage, Ernst Rowohlt Verlag, Berlin, 1929
Digitalisat
de.wikisource.org — „Fliegerleute“, Fassung 3.779.770 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Joachim Ringelnatz starb 1934; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 2004 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118601121 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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