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Versbuch

Wider den Brotwucher

Heinrich Kämpchen · 18471912

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1909

„Mann der Arbeit, aufgewacht!“Ob du wirkst in Hütt’ und Schacht,Ob der Webstuhl dich ernährt,Auf zum Kampf für Heim und Herd!

Schaff dir selber Recht und Schutz!Beug’ dich nicht dem Junkertrutz,Der noch stets dir Not gebracht –„Mann der Arbeit, aufgewacht!“

Jede Fehde, laß sie ruh’n,And’res gibt’s für dich zu tun,Weißt du doch, was dich bedroht –Wehr’ dem Zoll auf Korn und Brot!

Weib und Kind, dein ganzes Gut,Schütz’ sie vor des Hungers Wut,Vor der Sorge Stacheldorn,Wehr’ dem Zoll auf Brot und Korn!

Zeig’ in flammendem ProtestDaß dein Wille stark und fest,Daß du einig bist im Groll –Nieder mit dem Wucherzoll!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Was die Ruhr mir sang, S. 115-116, k. A., Hansmann & Co., Bochum, 1909
Digitalisat
de.wikisource.org — „Wider den Brotwucher (Kämpchen)“, Fassung 1.228.575 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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