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Versbuch

Wie’s kommen kann

Heinrich Kämpchen · 18471912

20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1909

Im Reich des Zaren brütetEs dumpf und unheilschwer,Vor unsern Blicken schreitetDie Nemesis einher. –

Und wenn es jetzt verworrenUnd unklar noch sich ballt,Schon reckt sich aus dem NebelDie dräuende Gestalt. –

Wer weiß, ob nicht die Duma,Als russischer Konvent,Dereinst den WirrsalknotenMit scharfem Hiebe trennt. –

Ob sie nicht, die geschaffenZum bloßen Mummenschanz,Einst geigt den VolksverächternDas Spiel zum letzten Tanz. –

Und kommt es so, dann tragenSie selber nur die Schuld –Zu Ende geht am EndeAuch russische Geduld. –

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Was die Ruhr mir sang, S. 133, k. A., Hansmann & Co., Bochum, 1909
Digitalisat
de.wikisource.org — „Wie’s kommen kann (Kämpchen)“, Fassung 2.573.442 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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