Eifel-Mohn
Heinrich Kämpchen · 1847–1912
20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1909
Oben auf den kahlen Eifelhöh’nSah ich Mohn in voller Blüte steh’n,Seine Grüße auf mich niederweh’n –Roten Mohn – wie eine Feuergarbe. –
Sind die Täler auch noch nicht durchlohtVon dem schönen, farbenprächt’gen Rot(Elend herrscht darin und Menschennot),Auf den Bergen weht schon uns’re Fahne. –
Auch die Eifellande werden wach,Wenn auch langsam erst und allgemach,Auch die Armen wollen dort ein Dach,Das sie schützet vor den Daseinsstürmen. –
Roter Mohn, wie hast du mich beglückt!Eine Blume hab’ ich mir gepflückt,Mit dem Purpur meine Brust geschmückt,Zur Erinnerung für spät’re Tage. –
Bist du doch das leuchtende SymbolFür den Völkerbund von Pol zu Pol,Für der Menschheit Glück und aller Wohl,Auch hoch oben auf den Eifelbergen. –
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Was die Ruhr mir sang, S. 90-91, k. A., Hansmann & Co., Bochum, 1909
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Eifel-Mohn (Kämpchen)“, Fassung 1.096.972 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Kämpchen starb 1912; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1982 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 12060812X der Deutschen Nationalbibliothek.
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