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Versbuch

Wie ich dein Büchlein hastig aufgeschlagen

Heinrich Heine · 17971856

13 Zeilen · zuerst gedruckt 1827

Da grüßen mir entgegen viel vertraute,Viel goldne Bilder, die ich weiland schauteIm Knabentraum und in den Kindertagen.Ich sehe wieder stolz gen Himmel ragenDen frommen Dom, den deutscher Glaube baute,Ich hör’ der Glocken und der Orgel Laute,Dazwischen klingt’s wie süße Liebesklagen.Wohl seh’ ich auch wie sie den Dom umklettern,Die flinken Zwerglein, die sich dort erfrechenDas hübsche Blum- und Schnitzwerk abzubrechen.Doch mag man immerhin die Eich’ entblätternUnd sie des grünen Schmuckes rings berauben, –Kommt neuer Lenz, wird sie sich neu belauben.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Buch der Lieder, Junge Leiden, Sonette, S. 94, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827
Digitalisat
de.wikisource.org — „Wie ich dein Büchlein hastig aufgeschlagen“, Fassung 3.812.584 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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