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Versbuch

Wie Merlin, der eitle Weise

Heinrich Heine · 17971856

17 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1844

III.

Wie Merlin, der eitle Weise,Bin ich armer NekromantNun am Ende festgebanntIn die eignen Zauberkreise.

Festgebannt zu ihren FüßenLieg’ ich nun, und immerdarSchau’ ich in ihr Augenpaar;Und die Stunden, sie verfließen.

Stunden, Tage, ganze Wochen,Sie verfließen wie ein Traum,Was ich rede, weiß ich kaum,Weiß auch nicht, was sie gesprochen.

Manchmal ist mir, als berührenIhre Lippen meinen Mund –Bis in meiner Seele GrundKann ich dann die Flammen spüren.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte. Seiten 143-144, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, 1844
Digitalisat
de.wikisource.org — „Wie Merlin, der eitle Weise“, Fassung 1.179.463 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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