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Versbuch

Im Traum sah ich ein Männchen klein und putzig

Heinrich Heine · 17971856

13 Zeilen · zuerst gedruckt 1827

Das ging auf Stelzen, Schritte ellenweit,Trug weiße Wäsche und ein feines Kleid,Inwendig aber war es grob und schmutzig.Inwendig war es jämmerlich, nichtsnutzig,Jedoch von außen voller Würdigkeit;Von der Courage sprach es lang und breit,Und that sogar recht trotzig und recht stutzig.„Und weißt du, wer das ist? Komm her und schau’!“So sprach der Traumgott, und er zeigt mir schlauDie Bilderfluth in eines Spiegels Rahmen.Vor einem Altar stand das Männchen da,Mein Lieb daneben, Beide sprachen: Ja!Und tausend Teufel riefen lachend: Amen!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Buch der Lieder, Junge Leiden, Traumbilder, S. 12, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827
Digitalisat
de.wikisource.org — „Im Traum sah ich ein Männchen klein und putzig (1827)“, Fassung 3.844.689 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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