Hab’ ich nicht dieselben Träume
Heinrich Heine · 1797–1856
15 Zeilen in 4 Strophen · zuerst gedruckt 1844
Schon geträumt von diesem Glücke?Waren’s nicht dieselben Bäume,Blumen, Küsse, Liebesblicke?
Schien der Mond nicht durch die BlätterUnsrer Laube hier am Bache?Hielten nicht die MarmorgötterVor dem Eingang stille Wache?
Ach! ich weiß wie sich verändernDiese allzuholden Träume,Wie mit kalten SchneegewändernSich umhüllen Herz und Bäume;
Wie wir selber dann erkühlenUnd uns fliehen und vergessen,Wir, die jetzt so zärtlich fühlen,Herz an Herz so zärtlich pressen.
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Neue Gedichte. Seite 35–36, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, 1844
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „Hab’ ich nicht dieselben Träume“, Fassung 2.186.707 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.
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