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Versbuch

Dieser Liebe toller Fasching

Heinrich Heine · 17971856

19 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1844

Dieser Taumel unsrer Herzen,Geht zu Ende, und ernüchtertGähnen wir einander an!

Ausgetrunken ist der Kelch,Der mit Sinnenrausch gefüllt war,Schäumend, lodernd, bis am Rande;Ausgetrunken ist der Kelch.

Es verstummen auch die Geigen,Die zum Tanze mächtig spielten,Zu dem Tanz der Leidenschaft;Auch die Geigen, sie verstummen.

Es erlöschen auch die Lampen,Die das wilde Licht ergossenAuf den bunten Mummenschanz;Auch die Lampen, sie erlöschen.

Morgen kommt der Aschenmittwoch,Und ich zeichne deine StirneMit dem Aschenkreuz und spreche:Weib bedenke, daß du Staub bist.

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte. Seite 86–87, 1. Auflage, Hoffmann und Campe, 1844
Digitalisat
de.wikisource.org — „Dieser Liebe toller Fasching“, Fassung 903.266 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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