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Versbuch

An einen ehemaligen Goetheaner

Heinrich Heine · 17971856

23 Zeilen in 6 Strophen · zuerst gedruckt 1844

IV.An einen ehemaligen Goetheaner.(1832.)

Hast du wirklich dich erhobenAus dem müßig kalten Dunstkreis,Womit einst der kluge KunstgreisDich von Weimar aus umwoben?

Gnügt dir nicht mehr die BekanntschaftSeiner Clärchen, seiner Grethchen?Fliehst du Serlos keusche MädchenUnd Otiliens Wahlverwandtschaft?

Nur Germanien willst du dienen,Und mit Mignon ist’s vorbei heut,Und du strebst nach größrer FreiheitAls du fandest bei Philinen?

Für des Volkes OberhoheitLünebürgerthümlich kämpfst du,Und mit kühnen Worten dämpfst duDer Despoten Bundesroheit!

In der Fern’ hör ich mit Freude,Wie man voll von deinem Lob’ ist,Und wie du der Mirabeau bistVon der lüneburger Heide!

Quelle und Rechte

Textgrundlage
Neue Gedichte, Zeitgedichte. S. 231–232, 1, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1844
Digitalisat
de.wikisource.org — „An einen ehemaligen Goetheaner“, Fassung 1.375.171 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
Gemeinfrei
Heinrich Heine starb 1856; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1926 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118548018 der Deutschen Nationalbibliothek.

Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.

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