An den Frühling
Friedrich Schiller · 1759–1805
20 Zeilen in 5 Strophen · zuerst gedruckt 1854
Willkommen, schöner Jüngling!Du Wonne der Natur!Mit deinem BlumenkörbchenWillkommen auf der Flur!
Ei! ei! da bist ja wieder!Und bist so lieb und schön!Und freun wir uns so herzlich,Entgegen dir zu gehn.
Denkst auch noch an mein Mädchen?Ei, Lieber, denke doch!Dort liebte mich das Mädchen,Und ’s Mädchen liebt mich noch!
Fürs Mädchen manches BlümchenErbat ich mir von dir –Ich komm’ und bitte wieder,Und du? – du gibst es mir.
Willkommen, schöner Jüngling!Du Wonne der Natur!Mit deinem BlumenkörbchenWillkommen auf der Flur!
Quelle und Rechte
- Textgrundlage
- Gedichte von Friedrich Schiller, S. 40., Cotta, Stuttgart und Tübingen, 1854
- Digitalisat
- de.wikisource.org — „An den Frühling (Schiller)“, Fassung 3.780.273 · Bearbeitungsstand „fertig“ · abgerufen am 2026-08-28
- Gemeinfrei
- Friedrich Schiller starb 1805; das Urheberrecht ist mit Ablauf des Jahres 1875 erloschen (§ 64 UrhG in Verbindung mit § 69 UrhG). Sterbejahr belegt durch den GND-Datensatz 118607626 der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Schreibweise ist die der angegebenen Druckausgabe und wurde nicht modernisiert. Was wie ein Tippfehler aussieht, ist in der Regel keiner.